Kanalanschluss und Grundstuecksentwaesserung

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2. Die Suche nach einem Baugrundstück Kanalanschluss und Grundstücksentwässerung Öffentlicher Kanal Im gesamten Stadtgebiet wird durch die Stadtentwässerung Düren als eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt die öffentliche Kanalisation geplant, gebaut und unterhalten. Um die Abwasserentsorgung sicherzustellen, bestehen derzeit ca. 13 km Mischwasserkanäle, 270 km Schmutzwasserkanäle, 248 km Regenwasserkanäle sowie viele Sonderbauwerke wie z. B. Pumpstationen, Regenrückhaltebecken und Regenklärbecken. Überwiegend wird das Abwasser im Trennsystem fortgeleitet, d. h. das häusliche Schmutzwasser wird über den Schmutzwasserkanal zur Kläranlage des Wasserverbandes Eifel-Rur transportiert und das anfallende Regenwasser der bebauten und befestigten Flächen wird mittels eines Regenwasserkanals in das nächste Gewässer eingeleitet. Lediglich in einem Teilbereich des Ortsteils Birkesdorf werden die Schmutz- und Regenwässer mittels eines Mischsystems gemeinsam in einem Kanal der Kläranlage zugeführt. Anschluss an den Kanal Grundsätzlich besteht die Verpflichtung, das auf dem Grundstück anfallende Abwasser (Schmutz- und Regenwasser) an die vorhandene öffentliche Kanalisation anzuschließen. Im Gebiet mit Mischsystem ist für jedes Grundstück nur eine Grundstücksanschlussleitung herzustellen. In Gebieten mit Trennsystem ist je eine Anschlussleitung für Schmutz- und für Regenwasser herzustellen. Die Grundstücksanschlussleitungen gehören nicht zur öffentlichen Abwasseranlage. Diese fallen ebenso wie die Hausanschlussleitungen auf dem Privatgrund in die Zuständigkeit der Grundstückseigentümer. Die Herstellung, Änderung und Neuinbetriebnahme der Grundstücksentwässerung bedarf der Zustimmung der Stadtentwässerung Düren. Die Zustimmung zum Anschluss an die öffentliche Kanalisation muss frühzeitig in Form einer „Anschluss und Betriebsgenehmigung“ beantragt werden. Dies sollte parallel neben dem baurechtlichen Antragsverfahren, jedoch spätestens vor Baubeginn, erfolgen. Für diese Genehmigung sind entsprechende Planunterlagen einzureichen. Hierzu zählen z. B. ein Lageplan, Grundrisse der Geschosse sowie eine Schnittzeichnung des Gebäudes. In all diesen Unterlagen sind die vorhandenen und geplanten Abwasserleitungen für Schmutz- und Regenwasser auf dem Grundstück darzustellen. Im Lageplan sind zusätzlich die öffentlichen Abwasserkanäle und die geplanten Grundstücksanschlussleitungen einzutragen. Ein Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist ohne diese Genehmigung nicht zulässig. Das Antragsformular und eine Information für Bauherren und Architekten stehen auf der Internetseite der Stadt Düren unter www.dueren.de/dienstleistungen/anschlussgenehmigung zum Download bereit. Für die Erstellung der Grundstücksanschlussleitungen ist der Grundstückseigentümer zuständig, der hierzu eine zugelassene Tiefbaufirma seiner Wahl beauftragt. Durch die beauftragte Tiefbaufirma sind eine Aufbruchgenehmigung bei der Stadtentwässerung Düren und eine verkehrsrechtliche Anordnung beim Amt für Tiefbau und Grünflächen zu beantragen. Regenwasser Niederschlagswasser, welches von Dachflächen aufgefangen und einer Zisterne zugeführt wird, muss bei Verwendung als Brauchwasser für Toilette oder Waschmaschine durch einen geeichten Wasserzähler gemessen werden. Dies spart über die Jahre zwar einiges an Frischwassergebühren, befreit aber nicht von der Schmutz- und Niederschlagswassergebühr. Generell muss eine Zisterne oder ein Regenwasserauffangbehälter mit dem Überlauf an den Regenwasserkanal angeschlossen werden. Auch die Verwendung eines wasserdurchlässigen Pflasters, wie z. B. Sickerpflaster, Ökopflaster etc., befreit nicht von der Niederschlagswassergebühr, wenn von dieser Fläche Niederschlagswasser in den öffentlichen Kanal gelangen kann. Auskunft erteilt: Stadtentwässerung Düren Telefon: 02421 25-2651 stadtentwaesserung@dueren.de 21


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