Oekologische Aspekte beim Bauen

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2. Die Suche nach einem Baugrundstück Ökologische Aspekte beim Bauen (Baumschutz, Hochwasserschutz) Landschaftspflege und Landschaftsschutz Der pflegliche und schonende Umgang und die Rücksichtnahme 22 auf Belange der Umwelt und Landschaft gewinnt eine immer größer werdende Bedeutung. Das Bundesnaturschutzgesetz und das Landschaftsgesetz NRW definieren grundsätzliche Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege: Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen, zu entwickeln und, soweit erforderlich, wiederherzustellen, dass 1. die biologische Vielfalt, 2. die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts, 3. die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, 4. die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensstätten und Lebensräume sowie 5. die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind. Der vom Kreis aufgestellte Landschaftsplan enthält für einen kleinen Teil des Dürener Stadtgebietes wichtige Aussagen zur angestrebten Entwicklung der Natur und Umwelt sowie die Ausweisungen der Schutzgebiete (Natur- und Landschaftsschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile und Naturdenkmale), die einen besonderen, gesetzlich geregelten Schutz genießen. Zusätzlich dazu gibt es aber auch außerhalb dieser ausgewiesenen Schutzgebiete Schutzverordnungen, die gleichfalls zu berücksichtigen sind, sowie „gesetzlich geschützte Biotope“, die ebenfalls außerhalb der Schutzgebiete liegen können. Eingriffe in Natur und Landschaft Bauvorhaben im Außenbereich fallen unter die sogenannte naturschutzgesetzliche Eingriffsregelung. Vermeidbare Beeinträchtigungen sind zu unterlassen, unvermeidbare Eingriffe sind auszugleichen. Der Verursacher eines Eingriffs – also der Bauherr – ist verpflichtet, die zur Beurteilung notwendigen Unterlagen vorzulegen. Ein Merkblatt mit Vordruck dazu ist bei der Unteren Landschaftsbehörde, angesiedelt bei der Kreisverwaltung Düren, erhältlich. Auskunft erteilt: Kreisverwaltung Düren als Untere Landschaftsbehörde, Telefon 02421 22-2771 oder per E-Mail an b.weiss@kreis-dueren.de Artenschutz Bei Bauvorhaben müssen auch die Gesetze zum Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten beachtet werden. Betroffen sein könnten z. B. Fledermäuse, Vögel, Amphibien, Reptilien oder Säugetiere. Ein Bauantrag – oder auch ein Abbruchantrag – muss deshalb auch Angaben zu geschützten Tierarten und deren Lebensstätten enthalten. Ein Merkblatt mit Vordruck dazu ist bei der Unteren Landschaftsbehörde, eingerichtet bei der Kreisverwaltung Düren, erhältlich. Auskunft erteilt: Kreisverwaltung Düren als Untere Landschaftsbehörde, Telefon 02421 22-2771 oder per E-Mail an b.weiss@kreis-dueren.de In neueren Bebauungsplänen befinden sich oft auch textliche Festsetzungen zum Artenschutz. Brutzeiten Nach dem Landschaftsgesetzes NRW ist es verboten, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Hecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören oder Bäume mit Horsten zu fällen. Unberührt von diesem Verbot bleiben schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen.


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