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25 2. Die Suche nach einem Baugrundstück Die Fällung einzelner Bäume, ohne Bezug auf eine Baumaßnahme, ist beim Dürener Service Betrieb zu beantragen. Auskunft erteilt: Dürener Service Betrieb, Grünunterhaltung und Forst Telefon 02421 9434-0 www.duerener-service-betrieb.de Noch ein Hinweis für Bauherren, die nach Fertigstellung der Baumaßnahme einen Garten neu anlegen: Zwecks Vermeidung späterer Differenzen mit Nachbarn müssen bei der Pflanzung von Bäumen, Einzelsträuchern, Hecken usw. unbedingt die nach dem nordrhein-westfälischen Nachbarrechtsgesetz (NachbG NRW) vorgeschriebenen Grenz- bzw. Mindestabstände eingehalten werden. Eine informative Broschüre zu den Regelungen des Nachbarrechtsgesetz finden Sie auf den Seiten der Landesregierung NRW (https://land.nrw/de/ servicecenter/broschuerenservice, Stichwort „Rechtsprobleme an der Gartengrenze“). Die Regelungen des Nachbarrechtsgesetzes gehören zum Privatrecht. Das bedeutet, Beratung und Durchsetzung obliegen ausschließlich Anwälten, Schlichtern oder anderen (privaten) Interessenvertretern. Die Stadt Düren darf Ihnen bei derartigen Problemen aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht beratend zur Seite stehen oder eingreifen. Hochwasserschutz/Überschwemmungsgebiete Die vermehrten Hochwasser der Vergangenheit haben dem Thema Hochwasserschutz eine höhere Brisanz verliehen als dies in der Vergangenheit der Fall war. Der Gesetzgeber hat dies erkannt und im Jahre 2005 durch das „Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes“ diverse Einzelgesetze geändert. Diese Gesetzesänderungen haben sich auf die raumordnungs- und planungsrechtlichen Verfahren ausgewirkt, betreffen aber auch jeden einzelnen Bauherren unmittelbar bei seinem geplanten Bauvorhaben. Liegt ein Grundstück in einem amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet, so kann dies Restriktionen bei der Bauausführung nach sich ziehen. Im Genehmigungsverfahren ist der Bauantrag der Unteren Wasserbehörde zur Genehmigung aus wasserrechtlicher Sicht vorzulegen. Es ist ratsam, vor dem Kauf eines Grundstücks oder vor dem Entwurf eines Bauantrags die Hochwassersituation abzuprüfen und bei der zuständigen Behörde Auskünfte einzuholen. Einen guten Zugang zu Umweltinformationen für Ihr Grundstück – auch zum Hochwasserschutz – bietet das Informationsportal „Umweltdaten vor Ort“ des Landes Nordrhein-Westfalen (www.uvo.nrw.de). Dort können Sie Ihren Wohnort eingeben und finden im Bereich „Wasser“ neben den Überschwemmungsgebieten auch die Hochwassergefahrenkarten für verschiedene Hochwasserereignisse. Sie können somit sofort erkennen, ob Ihr Grundstück in einem Überschwemmungsgebiet liegt oder nicht. Auch auf der Internetseite der Stadt Düren können Sie nachsehen, ob Ihr Grundstück betroffen ist (www.dueren.de/umwelt, Hochwasserschutz). Die Karten der Überschwemmungsgebiete können auch im Amt für Stadtentwicklung zu den Öffnungszeiten eingesehen werden. Da manche Stadtteile von Düren von mehreren Gewässern gleichzeitig betroffen sind, sollten Sie sich für Ihren Wohnort alle in Frage kommenden Gewässer anschauen, da sich die Überschwemmungsgebiete überlagern können. Nähere Informationen zu den Verboten und Genehmigungen in den Überschwemmungsgebieten erhalten Sie bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Düren und bei der Bezirksregierung Köln. Hochwasserschutz – Was tun? Treffen Sie Vorsorge! Dies ist nicht nur in Ihrem eigenen Interesse, sondern auch eine gesetzliche Verpflichtung gemäß Wasserhaushaltsgesetz (§5 Abs. 2 WHG). Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass von Ihrem Eigentum kein Schaden für Andere und die Umwelt entsteht, etwa durch Treibgut (z. B. Lagerholz) oder auslaufendes Heizöl. Um die Bürger bestmöglich über Objektschutz und bauliche Vorsorge zu informieren, hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Hochwasserschutzfibeln herausgegeben, die auch über die Internetseite der Stadt zu finden sind (www.dueren.de/umwelt, Hochwasserschutz). Darin finden Sie viele konkrete Informationen, Tipps und Hinweise. Auskunft erteilt: Kreisverwaltung Düren als Untere Wasserbehörde Telefon 02421 22-2678 oder per E-Mail an r.giese@kreis-dueren.de


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