Beteiligte am Genehmigungsverfahren

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3. Der Bau eines Gebäudes Beteiligte am Genehmigungsverfahren Entwurfsverfasser und Sachverständige Die Entwürfe für die Errichtung und Änderung von Gebäuden – mit Ausnahme von z. B. Garagen, Behelfsbauten und untergeordneten 32 Gebäuden – müssen von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser durch Unterschrift anerkannt sein. Für die Brauchbarkeit und Vollständigkeit der Bauvorlagen für Bauantrag und Bauvoranfrage trägt der Entwurfsverfasser die Verantwortung. Er garantiert mit seiner Unterschrift auf den Bauvorlagen die Richtigkeit der Angaben und das korrekte Ineinandergreifen der verschiedenen Unterlagen. Bauvorlageberechtigt sind Architekten und ggf. Bauingenieure als Mitglied der Architektenkammer bzw. der Ingenieurkammer-Bau. Da der Bauherr bei Einreichung des Bauantrages dafür zu sorgen hat, dass alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften Beachtung finden, sollte er auch sicher sein, dass sein Entwurfsverfasser tatsächlich bauvorlageberechtigt und je nach Schwierigkeitsgrad der Baumaßnahme nach Sachkunde und Erfahrung zur Vorbereitung des jeweiligen Vorhabens geeignet ist. Je nach Größenordnung des Bauvorhabens müssen staatlich anerkannte Sachverständige hinzugezogen werden, die den Nachweis über den ausreichenden Schall- und Wärmeschutz, gegebenenfalls auch den Brandschutz und die Standsicherheit erbringen können. Hierbei handelt es sich um solche, die aufgrund der Sachverständigenverordnung von den Baukammern bestellt (staatlich anerkannt) wurden. Die staatlich anerkannten Sachverständigen werden wie die Architekten und Ingenieure u. a. in aktuellen Listen bei der Architekten bzw. der Ingenieurkammer geführt. Mit der Auswahl des Entwurfsverfassers treffen Sie eine Entscheidung, die für die langjährige Zufriedenheit mit Ihrem Gebäude etwa so wichtig ist wie die Auswahl des Grundstücks 〉〉 Schornsteinfegergesetz, 〉〉 Vermessungs- und Katastergesetz, 〉〉 Baustatistikgesetz. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz erteilt die Bauaufsichtsbehörde Abgeschlossenheitsbescheinigungen für Sondereigentumseinheiten. Nach dem Denkmalschutzgesetz werden denkmalrechtliche Erlaubnisse separat erteilt bzw. sind von der Baugenehmigung miterfasst. Durch das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG NRW) wirken die Bauaufsichtsbehörden bei der Brandschau mit und umgekehrt die Brandschutzdienststelle der Stadtverwaltung bei der Beurteilung von Baugesuchen. Nach dem Schornsteinfegergesetz beurteilen u. a. die Bezirksschornsteinfegermeister die Brauchbarkeit von Schornsteinen und Abgasanlagen. Das Vermessungs und Katastergesetz dient u. a. als rechtliche Grundlage für die Einmessung der fertiggestellten Bauten, die vom Katasteramt der Kreisverwaltung Düren überwacht wird. Nach dem Baustatistikgesetz schließlich sind dem Statistischen Landesamt die Daten für die Hochbaustatistik zu melden. Die Wohnungsbauförderung nach den Bestimmungen des Wohnungsbaugesetzes und den hierzu ergangenen Förderungsbestimmungen des Landes rechnet ebenfalls zum Baunebenrecht. Eine Baugenehmigung für ein Wohnungsbauvorhaben hängt aber nicht davon ab, dass die Förderungsbestimmungen eingehalten werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften birgt aber das Risiko in sich, dass Mittel nicht bewilligt werden können oder aber sogar zurückgezahlt werden müssen. Sollen öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden, ist daher unbedingt vor Einreichung des Bauantrages eine Kontaktaufnahme mit der zuständigen Bewilligungsbehörde erforderlich. In Düren ist dies das Amt für Recht, Bauordnung und Wohnungswesen bei der Kreisverwaltung Düren, erreichbar über die zentrale Telefonnummer 02421 22-0 (Zentrale) oder per E-Mail an mail@kreis-dueren.de. „Düren leuchtet“: Illuminationen verzieren die Stadt


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