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3. Der Bau eines Gebäudes Sachverständigen. Vor Baubeginn sind die an das Baugrundstück 36 unmittelbar angrenzenden Nachbarn über das Vorhaben vom Bauherrn zu informieren. Bauvoranfrage (§ 71 BauO NRW) Rechtsverbindliche Auskunft über die Zulässigkeit eines Bauvorhabens erhält man durch Einreichung einer Bauvoranfrage. Die Bauaufsichtsbehörde erteilt einen schriftlichen Bauvorbescheid, der die Zulässigkeit des Bauwunsches bestätigt oder einzelne Planungsfragen beantwortet. Um sich ein konkretes Bild von dem zukünftigen Vorhaben machen zu können, benötigt die Bauaufsichtsbehörde je nach Fragestellung aussagefähige Unterlagen. In einem Lageplan muss das Vorhaben dargestellt werden, auch gehören dazu Bauzeichnungen oder Skizzen und eine kurze Beschreibung. Alle Unterlagen sind in mindestens doppelter Ausführung einzureichen. Der erteilte Vorbescheid ist zwei Jahre gültig und kann auf Antrag um jeweils ein Jahr verlängert werden. Der Vorbescheid schafft eine baurechtliche Grundlage und damit Sicherheit für die weitere Planung. Auf dem Vorbescheid kann der eigentliche Bauantrag aufbauen; die Bindung der Behörde entfällt jedoch, wenn der Bauantrag vom Vorbescheid abweicht. Vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren (§ 68 BauO NRW) Das vereinfachte Genehmigungsverfahren wird durchgeführt für Wohngebäude bis zur Hochhausgrenze und für kleinere Gebäude und bauliche Anlagen, wie z. B. Garagen und überdachte Stellplätze bis 100 qm Nutzfläche, Einfriedungen oder Werbeanlagen, soweit diese nicht von der Baugenehmigungspflicht freigestellt sind. In diesem Verfahren überprüft die Bauaufsichtsbehörde nur eingeschränkt die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Hinsichtlich der bautechnischen Einzelheiten liegt die Verantwortung für das Vorhaben in allen Planungs- und Bauphasen bei den am Bau Beteiligten. Allerdings wird durch den reduzierten Prüfumfang eine kürzere Bearbeitungszeit ermöglicht. Die Bauaufsichtsbehörde prüft die Einhaltung der planungs- und baunebenrechtlichen Vorschriften sowie die grundstücksbezogenen Regelungen des Bauordnungsrechts, hier insbesondere die Zuwegung / Erschließung, die Bereitstellung der Kinderspielflächen, die Erfüllung der Stellplatzpflicht sowie die Anordnung der Stellplätze und Garagen auf dem Baugrundstück. Weitere Prüfungskriterien bilden die Baugestaltung und die Einhaltung der Abstandsflächen. Normales Baugenehmigungsverfahren (§ 63 BauO NRW) Unterliegt eine Baumaßnahme weder der Freistellung noch dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, so prüft die Bauaufsichtsbehörde die Übereinstimmung mit den öffentlich rechtlichen Vorschriften uneingeschränkt. Im „normalen“ Baugenehmigungsverfahren gibt es also keinen Bereich, der von der Prüfung ausgenommen bleibt. Wegen des umfassenden Prüfauftrages dauert das „normale“ Baugenehmigungsverfahren länger als das vereinfachte. Es besteht aber die Möglichkeit, diese Dauer zu verkürzen, indem der Entwurfsverfasser in allen Phasen des Verfahrens eng mit der Bauaufsichtsbehörde kooperiert. Diese Kooperation besteht einmal darin, dass Forderungen anderer Fachbehörden und Dienststellen schnellstens durch Änderung bzw. Anpassung der Baupläne entsprochen wird. Andererseits kann durch Vorlage von Bescheinigungen staatlich anerkannter Sachverständiger wiederum der Prüfumfang verkürzt und damit das Verfahren beschleunigt werden.


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