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3. Der Bau eines Gebäudes 39 Lediglich für Werbeanlagen gilt das Verbot der farbigen Darstellung nicht – im Gegenteil verlangt diese Vorschrift geradezu Farbangaben, da nur so beurteilt werden kann, ob eine Verunstaltung baulicher Anlagen durch Werbeanlagen vorliegt. Baubeschreibung Für die Baubeschreibung müssen die landeseinheitlichen Vordrucke verwendet werden. In der Baubeschreibung sind neben einer Fülle von wichtigen Erläuterungen vor allem die zur Anwendung kommenden Baustoffe anzugeben. Weiterhin ist die Nutzung zu erläutern, soweit sich diese Angaben nicht aus den Bauzeichnungen oder dem Lageplan ergeben. Besondere Bauvorlagen bei gewerblichen Vorhaben Für gewerbliche Nutzungen und landwirtschaftliche Betriebe sind besondere Bau- und Betriebsbeschreibungen erforderlich, aus denen unter anderem die Betriebszeiten und die Nutzung der unbebauten Grundstücksflächen hervorgehen. Diese sind notwendig, um u. a. die Einhaltung der immissionsschutzrechtlichen Bestimmungen bzw. die Vorgaben des Bauplanungsrechtes über die Einhaltung der Privilegierungsvoraussetzungen für eine Bebauung im Außenbereich prüfen zu können. Besondere Bauvorlagen bei vorliegendem Altlastverdacht Nach § 16 Satz 1 BauO NRW müssen bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche oder tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen. Baugrundstücke müssen für bauliche Anlagen geeignet sein (Satz 2). Gegen diese Vorschrift wird verstoßen, wenn auf Grundstücken mit Bodenbelastungen bauliche Anlagen, insbesondere Gebäude, errichtet werden sollen und hierdurch die Nutzer einer konkreten Gefahr ausgesetzt werden. Besteht der Verdacht auf eine Bodenbelastung, so ist dieser Verdacht auszuräumen. Der Nachweis, dass das Vorhaben den Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse entspricht bzw. nicht schädlichen Umwelteinwirkungen ausgesetzt ist, ist vom Bauherrn zu führen. Die Anforderungen nach § 16 BauO NRW werden im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren von der Bauaufsichtsbehörde allerdings nicht geprüft. Die Verantwortung für den sicheren Umgang liegen in der alleinigen Verantwortung – und nicht zuletzt im Interesse – des Antragstellers. Baumaßnahmen auf Altlastverdachtsflächen sind – am besten im Vorfeld der Antragstellung – mit der unteren Bodenschutzbehörde abzustimmen. Oft lässt sich ein Altlastverdacht auch ausräumen – anderenfalls wissen Sie als Bauherr, welche Anforderungen auf Sie zukommen. Besondere Bauvorlagen bei Eingriffen in Natur und Landschaft Bei Bauvorhaben im Außenbereich gehören Angaben zum Eingriff in Natur und Landschaft und zu den Ausgleichsmaßnahmen zu den Unterlagen. Nähere Informationen erteilt die Untere Landschaftsbehörde (siehe auch Seite 22). Besondere Bauvorlagen im Bereich der Baumschutzsatzung Bei Baugrundstücken mit Baumbestand sind die in § 8 der Baumschutzsatzung beschriebenen Unterlagen mit dem Bauantrag oder der Bauvoranfrage einzureichen. Wird die Baugenehmigung für ein Vorhaben beantragt, bei dessen Verwirklichung geschützte Bäume entfernt, zerstört, geschädigt oder verändert werden sollen, so ist der Antrag auf Erlaubnis gemäß § 6 Absatz 3 der Baumschutzsatzung dem Bauantrag beizufügen. Weitere Informationen siehe Seite 23. Besondere Bauvorlagen im Bereich festgesetzter Überschwemmungsgebiete Bauvorhaben in Überschwemmungsgebieten sind nur unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfähig. Ob die Voraussetzungen vorliegen, muss der Antragsteller gegenüber der Unteren Wasserbehörde im Ausnahmeantrag nach § 78 Abs. 3 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) nachweisen. Entsprechende Merkblätter erhalten Sie bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Düren. Weitere Informationen siehe Seite 25.


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