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4. Maßnahmen im Bestand Äußere des Gebäudes und die Außenanlagen. Hier ist z. B. eine Erlaubnis für die Erneuerung der Dacheindeckung, der Fenster und Außentüren, für einen Fassadenanstrich, Änderungen an der Garteneinfriedung oder das Errichten von Nebengebäuden wie Gartenhäusern erforderlich. Bei Baudenkmälern ist in der Regel das gesamte Gebäude geschützt. In diesem Fall sind sowohl Veränderungen an Fassade 48 und Dach als auch im Inneren des Gebäudes, wie z. B. die Zusammenlegung von Räumen, der Austausch von Innentüren, der Einbau einer Zentralheizung u. a. erlaubnispflichtig. Bei Erdarbeiten, etwa der Ausschachtung für Fundamente oder Keller, aber auch z. B. bei der Anlage eines Gartenteichs, können Bodendenkmäler betroffen sein. Wenn bereits vor Maßnahmenbeginn bekannt ist, dass sich auf dem Grundstück ein Bodendenkmal befindet oder dies zu vermuten ist, weil in der näheren Umgebung bereits Bodenfunde aufgetreten sind, ist ebenfalls zur Veränderung oder sogar Beseitigung des Denkmals eine Erlaubnis erforderlich. Es empfiehlt sich dann, möglichst frühzeitig die Untere Denkmalbehörde einzubeziehen, um eventuell notwendige Untersuchungen bereits vor Baubeginn durchführen zu können. Nicht immer ist vor der Baumaßnahme bekannt, dass sich auf diesem Grundstück ein Bodendenkmal befindet. Treten dann z. B. bei Ausschachtungsarbeiten oder auch bei Arbeiten im Garten Bodenfunde wie Fundament- oder Gebäudereste, aber auch Einzelfunde wie Gefäße, Münzen, Knochen oder klar erkennbare Erdverfärbungen auf, müssen die Arbeiten sofort und bis zur Freigabe durch die Untere Denkmalbehörde oder das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland (Außenstelle Nideggen, Telefon: 02425 9039-0) unterbrochen werden. Förderung und Steuervergünstigungen Da Zuschussförderung nur in wenigen Fällen und in sehr geringem Umfang möglich ist, wurden zusätzlich zwei Darlehens Förderprogramme eingeführt. Sowohl zur Sanierung (teilweise) selbst genutzter Wohngebäude als auch für nicht wohnwirtschaftlich genutzte Baudenkmäler können besonders zinsgünstige Darlehen beantragt werden. Unabhängig von der Darlehensförderung können die Eigentümer für Aufwendungen, die zur Erhaltung und Nutzung von Baudenkmälern erforderlich sind, Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Steuerbescheinigung gemäß § 40 DSchG NRW kann bei der Unteren Denkmalbehörde beantragt und dann dem zuständigen Finanzamt vorgelegt werden. Selbstverständlich kann eine Steuerbescheinigung nur für Maßnahmen erteilt werden, die vor Ausführung durch die Untere Denkmalbehörde erlaubt wurden. Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten sowie die Broschüre „Steuertipps für Denkmaleigentümer“ finden Sie unter der Internetadresse www.mbwsv.nrw.de/stadtentwicklung/ denkmalschutz Auskunft erteilt: Stadt Düren Amt für Stadtentwicklung als Untere Denkmalbehörde Telefon: 02421 25-2429 o. 2431 denkmalschutz@dueren.de Leopold-Hoesch-Museum


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