Wohnungsfoerderung

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51 4. Maßnahmen im Bestand Wohnungsförderung Wohnen ist und war schon immer ein wichtiger Aspekt der Stadtentwicklung, denn die vorzufindende Wohn- und Lebensqualität, die sozialen Durchmischung sowie der funktionale Aufbau einer Stadt stellen das Erscheinungsbild der Stadt dar. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Wohnungspolitik in der BRD als ein wichtiges Handlungsfeld erkannt. Über die Jahre hinweg wurde eine Vielzahl von Instrumenten und Verfahren zur Unterstützung der angestrebten staatlichen Wohnungspolitik angewandt. Diese hat sich dabei immer an den gewandelten bzw. veränderten Rahmenbedingungen orientiert und entsprechende Anpassungen vorgenommen. Als Instrumente dieser Wohnungspolitik sind vier Handlungsfelder hervorgegangen: 1. Sozialer Wohnungsbau (Objektförderung), 2. Steuerrecht (Mietwohnungsbau, Eigentumsbildung, Kapitalanlage), 3. Mietrecht (Kündigungsschutz, Mietpreisregelung), 4. Wohngeld (Subjektförderung). Aufgrund des Vorhandenseins von angespannten und entspannten (Teil-)Wohnungsmärkten sowie auch wegen der jeweils örtlich unterschiedlichen Herausforderungen des Demografiewandels und der vorhandenen wirtschaftlichen Größen, hat zwischenzeitlich eine starke Veränderung der Anbieter- und Nachfragestrukturen sowie der Immobilienangebote stattgefunden. Um diesen unterschiedlichen Entwicklungstendenzen Rechnung tragen zu können, wurde das Wohnraumförderungsgesetz (WoFG), welches den Platz des II. Wohnungsbaugesetzes einnahm, 2001 als neues Konzept herausgegeben. Ziel dieser neuen Wohnraumförderung war die Unterstützung von Haushalten bei der Versorgung mit Wohnraum und die Bildung von selbst genutztem Wohneigentum. Somit ist grundsätzliches Ziel der Wohnungsbauförderung die staatliche Unterstützung des Erwerbs, Baus oder der Modernisierung von privatem Wohnraum als Eigentum oder als Mietwohnungsbau. Hierbei bietet Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl von Förderungsprogrammen zur Unterstützung von Wohnungsbaumaßnahmen an. Gefördert werden vor allem der Neubau oder der Bau von selbst genutztem Wohneigentum, der Neubau von Mietwohnungen, aber auch vermehrt Maßnahmen zum Abbau von Barrieren in bestehenden Wohnungen, die Modernisierung bestehenden Wohnraums insgesamt und der energieeffiziente Umbau von Wohnraum durch zinsgünstige Kredite, Baudarlehen, Zuschüsse oder auch Bürgschaften. Die Vergabe der Wohnungsbauförderungsmittel ist dabei an bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen geknüpft. Öffentlich geförderte Mietwohnungen bedingen für Vermieter gleichzeitig die Verpflichtung, diese Wohnungen nur an Personen zu vermieten, welche die Voraussetzungen zum Bezug einer öffentlich geförderten Wohnung erfüllen. Um eine entsprechend öffentlich geförderte Wohnung anmieten zu können, ist ein sogenannter Wohnberechtigungsschein erforderlich, der


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